Trailer: The Invasion

Kinostart für „The Invasion“ ist wahrscheinlich am 18.10.07. Nicole Kidman und Daniel Craig spielen in diesem Film Hauptrollen.
Trailer:

Fernsehtipp für den 13.09.07

28 Days Later

28-days-later.pngDatum: 13.09.07
Uhrzeit: 22:15 Uhr
Sender: VOX

Inhalt:
London ist wie ausgestorben. Keine Menschenseele ist auf den großen Straßen der Metropole zu sehen. Ein Virus hat den Menschen angegriffen, der sie zu grausamen Monstern mutieren lässt. Jim (Cillian Murphy), Selena (Naomie Harris), Frank (Brendan Gleeson) und dessen Tochter (Megan Burns) Hannah treffen sich zufällig und sind eine der wenigen Leute, die noch nicht infiziert wurden. Sie befinden sich auf der Flucht zu einer Gruppe Überlebender, wo sie sich Hilfe erhoffen.

Spannender Horrorthriller, der zum Schluss leider etwas schwach wird.

Bewertung: 7/10
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„Das Mädchen, das durch die Zeit sprang“ bald auf DVD

Am 24.09.07 erscheint der Anime „Das Mädchen, das durch die Zeit sprang“ in den deutschen DVD-Regalen. Er basiert auf dem Roman „Toki wo Kakeru Shoujo“ (kurz: „Tokikake“) von Yasutaka Tsutsuis, welcher im Jahr 1965 veröffentlicht wurde. Ein weiteres Werk von ihm trägt den Namen „Paprika“, welches ebenfalls verfilmt wurde. In Deuschland war der Anime „Das Mädchen, das durch die Zeit sprang“ das erste mal auf dem Fantasy Filmfest 2007 zu sehen.

Inhalt:
Makoto ist ein 17-jähriges Mädchen, dass die Fähigkeit erhält rückwärts durch die Zeit zu reisen. Sie nutzt dieses Können, um Sachen in ihrer Vergangenheit zu verändern. Doch Makotos Reisen beeinflussen nicht nur ihr Leben, sondern auch das anderer Menschen. Als Chikai, ein guter Freund von Makoto, ihr gesteht, in sie verliebt zu sein, versucht sie dieses Gespräch rückgängig zu machen und reist in die Vergangenheit. Später stellt sich heraus, dass Chikai aus der Zukunft kommt, aber durch ein Problem nicht mehr dorthin zurückkehren kann. Makoto versucht durch ihre Fähigkeit Chikai zu helfen.

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Kinostarts vom 13.09.07

Zimmer 1408

zimmer-1408.pngInhalt:
Mike Enslin ist Schriftsteller und schrieb nach dem Tod seiner Tochter schon einige Bücher über übernatürliche Phänomene. Nun will er im Zimmer 1408 eines New Yorker Hotels übernachten, da dort schon mehrer Menschen gestorben sind. Zunächst scheint alles normal zu sein, doch plötzlich ereignen sich merkwürdige Dinge. Mike Enslin wird vorgeworfen, dass er den Menschen den Glauben an ein Leben nach dem Tod genommen hat.

Die Regeln der Gewalt

die-regeln-der-gewalt.pngInhalt:
Nachdem Chris Pratt einen Unfall hatte, verändert er sich. Er vergisst z. B. ständig irgendwelche Sachen. Pratt lernt eine Frau und deren Bekannten, Gary Spargo kennen. Gary und seine Gang wollen Pratts Arbeitgeber bestehlen. Pratt ist zu Beginn bei der Umsetzung des Planes beteiligt, will aber dann nicht mehr mitmachen. Spargo überredet Chris doch bei dem Diebstahl dabei zusein, nichts ahnend, was auf ihn zu kommt.

Weitere Kinostarts vom 13.09.07:
Death Sentence
Hannah
Könige der Wellen
Mit Mistgabel und Federboa – Farmer John
Ein mutiger Weg
Paulas Geheimnis
Rezept zum Verlieben
Salvador
Yella

Indiana Jones: Filmtitel des vierten Teils wurde bekannt gegeben

Am 30.10.1981 ist der erste Film über die Abenteuer von Indiana Jones in den Kinos erschienen. Nun, mehr als 25 Jahre später wird kräftig am vierten Teil gearbeitet, um wieder ein neue, spannende Geschichte, des Schatzsuchers präsentieren zu können. Jetzt wurde endlich der Titel des vierten Filmes bekannt gegeben, „Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull“. Regie übernimmt Steven Spielberg, die Rolle des Indiana Jones natürlich Harrison Ford. Außerdem dabei sind Shia LaBeouf, Cate Blanchett Jim Broadbent, Ray Winstone und John Hurt.

Kritik: Lady Vengeance

Südkorea 2005
Kinostart: 11.01.07

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Regie: Park Chan-wook
Drehbuch: Jeong Seo-gyeong Park Chan-wook
Schauspieler: Lee Yeong-ae, Choi Min-sik, Kim Bu-seon, Kim Shi-hoo, Lee Seung-shin

Bewertung: 10/10
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Kritik:
Wie ein zartes Wesen kommt sie dem Publikum zu Beginn des Films entgegen, mit ihrer blassen Haut und ihrem hellen Kleid. Sie schlüpft perfekt in ihre Rolle, die sie 13 Jahre lang den Leuten im Gefängnis vorgespielt und somit die ganze Gesellschaft begeistert hat. Als angebliche Mörderin eines Kindes betrat sie das Gefängnis und als eine heilige, zarte Frau verlässt sie es. Doch ist diese Umwandlung wirklich oder alles nur eine langsam aufgebaute Fassade? Diese Frage wird nach nur sieben Minuten beantwortet. Ja, sogar von Lee Geum-ja selbst als sie das Gefängnis verlässt. Rache ist ihr Ziel, die Rache an dem Mann, der sie als Mörderin hingestellt hat. Ein Mann der Kinder eigentlich Wissen und Freude auf den Weg in die Zukunft mitgeben soll. Verzaubert scheint Lee Geum-ja auch die weiteren Häftlinge des Frauengefängnisses zu haben. Strategisch geplant klappert sie eine alte Freundin nach der anderen ab und sammelt somit jede Kleinigkeit die sie benötigt, um ihre Rache auszuführen. Erst als ihre Tochter in ihr Leben tritt, fragt sich Lee Geum-ja, ob sie ihren Plan wirklich in die Realität umsetzen soll. Doch der Hass, der sich 13 Jahre lang aufgebaut und ihr ganzes Leben bestimmt hat, überwiegt. Sie kann ihren Plan nicht verschmeißen und bringt somit Mr. Baek, mithilfe der Eltern der ermordeten Kindern um.

Park Chan-wook spricht mit seinem Film „Lady Vengeance“ ein sehr viel diskutiertes Thema an. In erster Linie befasst er sich nämlich mit dem Bereich „Selbstjustiz“. Für Lee Guem-ja scheint Selbstjustiz zu Beginn der einzigste Weg zu sein, um ihr Leben wieder etwas lebenswerter zu machen, um sich von dem jahrelang angestauten Hass zu befreien. Umso näher man die Vergangenheit dieser Frau, die zu Beginn noch so gefühllos und hart wirkte, kennen lernt, umso verständlicher wird ihre Wut auf Mr. Baek. Immer extremer, gewaltsamer werden die Szenen, welche Park Chan-wook dem Publikum präsentiert. Sie lösen einen entsetzten, hilflosen Blick aus, hinterlassen einen bitteren Nachgeschmack. Doch das ist es, was Park Chan-wook erreichen will. Er will das Publikum aufrütteln, mit seinem Film schockieren. Gelungen ist es ihm definitiv.

Als Lee Geum-ja ihre Tochter, welche von Mr. Baek entführt wurde und sich jetzt bei ihren Adoptiveltern in Australien aufhält, kennen lernt, scheint sich ihr Leben komplett zu verändern. Doch nicht nur sie bringt Lee Geum-ja ihr die vorher scheinbar unbekannten Gefühle, Liebe und Zuneigung näher. Auch ein junger Mann, welcher schon von Beginn an der Schönheit von Lee Geum-ja verfallen ist scheint an der harten Fassade von ihr zu kratzen. Lee Geum-ja versucht nach außen sehr hart und gefühllos zu wirken, doch in Wirklichkeit ist sie ein Mensch, der Angst hat Gefühle zu zeigen. Man lernt im Laufe des Films jede Fassade von Lee Geum-ja kennen. Man kann ihre Mimiken und Gesten deuten. Das ist es, was den Film auszeichnet und was ihn zu einem Meisterwerk macht. Dass sie dennoch ihr Vorhaben in die Tat umsetzt zeigt, wie groß und unendlich ihr Hass auf Mr. Baek ist.

Auch die Hinrichtung von Mr. Baek wurde im Vorhinein perfekt von Lee Geum-ja geplant. Diese ist wohl eine der härtesten, aber trotzdem mit viel Gefühl vollgepackten Szenen. Den Eltern der entführten und getöteten Kindern wird offengelegt, wer ihre Kinder in Wirklichkeit ermordet hat. Alle Beteiligten müssen nun abwiegen, welche Art von Bestrafung sie vorziehen. Dabei entsteht eine sehr tiefgründige Diskussion. Eine sofortige Bestrafung oder sollte man Mr. Baek doch lieber der Polizei ausliefern? Ist es einem Menschen gestattet über das Leben eines andern Menschen zu bestimmen? Schwierige Fragen werden gestellt, Fragen mit denen sich nicht alle Leute auseinander setzen wollen oder könne. In dem Film wird Mr. Baek hingerichtet. Lee Geum-ja hat somit ihr Ziel erreicht, aber den gewünschten Effekt hat der Tod von Mr. Baek nicht mit sich gebracht. Erfüllung hat ihr die Rache nicht gebracht.

„Lady Vengeance“ ist ein Film, der von der ersten Sekunde an in seinen Bann zieht und alles abverlangt. Der Film spiegelt eine bedrückende Atmosphäre wieder, Hass und Rache stehen im Vordergrund. Liebe und Zuwendung scheinen in diesem Film zuerst nicht die Lösung zu sein, um Wut und Ärger aus dem Herzen zu vertreiben. Sie lassen Lee Geum-ja lediglich ihr Vorhaben hinterfragen. Doch auch der Tod von Mr. Baek vertreibt den Hass nicht. Denn ist ihr Leben nun lebenswerter geworden? Nein. Hat sie ihre Erlösung zum Schluss gefunden? Nein. Doch eines ist ganz klar. Ihr Hass hat sie zur Organisatorin und Mittäterin eines Mordes gemacht. Ein Fehler, der nicht mehr wiedergutmachbar ist. Ein Fehler, den man erst bemerkt, wenn es schon längst zu spät ist.

Kritik: Manufactured Landscapes

Kanada 2006

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Regie: Jennifer Baichwal
Darsteller: Edward Burtynsky

Bewertung: 6/10
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Kritik:
China, ein Land im Aufschwung. An jeder Ecke des Landes wird gearbeitet. Neue Stadtviertel werden in kürzester Zeit aus dem Boden gestampft. Immer größer, immer beeindruckender werden die Gebäude. Immer gigantischer werden die industriellen Anlagen. Da ist es wohl klar, dass das für die Natur nicht sehr von Vorteil ist. Ganze Landstiche müssen zerstört werden, um beispielsweise den größten Damm der Welt zu bauen.

Mit diesem Thema befasst sich der Film „Manufactured Landscapes“. In diesem wird versucht, die gigantischen Gebäude und Bauten, die geschädigte Natur mit einzigartigen Bildern, welche von dem Fotographen Edward Burtynsky gemacht wurden, festzuhalten. Bilder, die man nicht so schnell vergessen wird. Bilder, bei denen sich ein Museumsbesuch sicherlich lohnen wird. Doch von dem Kinobesuch ist eher abzuraten. Die Dokumentation wirkt wie eine leichte Schlaftablette. Die ganze Anreihung von Bildern, welche mit einer ermüdeten Musik untermalt sind, ist reine Langeweile. Bemerken wird man dies schon nach dem sehr zähen Anfang. Fünf Minuten fährt die Kamera, in einer chinesischen Fabrik, an einem Laufband nach dem anderen vorbei. Ist diese lange Kamerafahrt wirklich nötig, um die gigantischen Ausmaße der Firma zu zeigen? Sicherlich nicht, denn eine einzige Aufnahme von oben hätte genügt. So wie der Beginn zieht sich auch der restliche Film.

Auch zu bemängeln ist, dass die Dokumentation kaum Aussagekraft besitzt. Nie wirklich wird das schädliche Verhalten gegenüber der Natur angesprochen. Zum Schluss bleibt es dann schließlich jedem selbst überlassen, ob man die Zerstörung der Natur nun für wirklich notwendig befindet oder nicht. Viel schlauer als zuvor ist man nach dieser Dokumentation jedenfalls nicht. So verlässt der Zuschauer den Kinosaal nach knappen 90 Minuten mit einem kleinen Gähnen und müden Augen, denn „Manufactured Landscapes“ ist langweilig, hat kaum eine Botschaft und hätte gerne auf die Hälfte gekürzt werden können.

Kritik: Inland Empire

Frankreich, Polen, USA 2006
Kinostart: 26.04.07

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Regie: David Lynch
Drehbuch: David Lynch
Darsteller: Laura Dern, Jeremy Irons, Justin Theroux, Harry Dean Stanton, Peter J. Lucas, Karolina Gruszka

Bewertung: 10/10
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Kritik:
David Lynch ist bekannt für seine mysteriösen und komplexen Filme. Nicht jedem ist es gelungen, „Mulholland Drive“ oder „Lost Highway“ komplett zu verstehen. Mit „Inland Empire“ versucht David Lynch das Publikum in seine ganz eigene Welt zu entführen, die merkwürdiger nicht sein könnte.

Ein Mann und eine Frau betreten ein Zimmer. Ihre Gesichter sind nicht zu erkenne, da diese mit dem Computer nachträglich leicht verwischt wurden. Die Frau scheint eine Prostituierte zu sein. Sie hört auf die Befehle des Mannes, zieht sich auch vor seinen Augen aus. Diese erste Szene wurde komplett in schwarzweiß gedreht. Absicht oder nur weil David Lynch gerade in Stimmung war? Das kann man sehr schwer sagen, da der Zuschauer diese Szene nicht in die Handlung des Film einordnen kann. Es klappt David Lynch somit schon am Anfang des Film, dem Zuschauer ein großes Mysterium zu präsentieren. Doch es geht noch mysteriöser und verwirrender weiter. Als der schwarzweiß Teil des Filmes beendet war, wurde dem Zuschauer eine neue, noch merkwürdigere Szenerie geboten. Nun befindet man sich in einem Raum. Man sieht drei Hasen, ausgestattet mit normaler, menschlicher Kleidung. Zwei der Hasen sitzen auf dem Sofa, der dritte Hase bügelt. Es entsteht ein Dialog zwischen den Figuren, der keinen Zusammenhang zu scheinen hat. Ein Hase erhebt sich von dem Sofa, begibt sich durch eine Türe und erscheint in einem neuen Raum. Ein helles Licht erscheint, der Hase verschwindet und anstelle diesem erscheinen zwei Männer, die eine Unterhaltung führen. Eine Unterhaltung, die den Zuschauer immer mehr mysteriöses auf dem Weg gibt. Die zwei Männer verschwinden, der Hase wird wieder sichtbar und geht durch die Tür, wieder zurück in den Raum, wo sich die zwei anderen Hasen befinden. Ohne jegliche Erklärung wird der Zuschauer zurückgelassen und die eigentliche Handlung des Films beginnt.

Eine ältere Frau läuft suchend in der Straße herum. Vor einem Haus macht sie halt und klopft an dessen Tür. Das Haus gehört Nikki Grace (Laura Dern), welche sich als Schauspielerin in Hollywood beweisen will. Zwischen der älteren Dame und der Schauspielerin kommt es zum Gespräch. Es scheint, als könne die ältere Frau in die Zukunft sehen. Denn sie meint, dass Nikki Grace eine Rolle in einem Film sicher hätte. Tatsächlich wird am nächsten Tag bekannt gegeben, dass die junge Schauspielerin in dem Film die Hauptroller ergattert hat. Die männliche Hauptrolle übernimmt der Schauspieler Devon Berk (Justin Theroux). Bei der ersten Probe zu dem neuen Film erzählt der Regisseur Kingsley Stewart (Jeremy Irons), dass der von ihm jetzt gedrehte Film, schon früher einmal angefangen wurde zu produzieren. Allerdings wurden die Dreharbeiten abgebrochen, nachdem die zwei Hauptdarsteller ermordet wurden. Zu Beginn der Dreharbeiten scheint es keine Probleme zu geben. Dies sind die ersten 50 Minuten des Films, welche sich als einigermaßen normal und verständlich präsentiert. Der Zuschauer erkennt die ständigen Wechsel zwischen Realität und den Filmdreharbeiten sehr leicht. Ein geniales Mittel, dass Lynch sicherlich absichtlich verwendet hat, um den Zuschauer nachher kräftig hinters Licht zu führen, denn nach den ersten 50 Minuten scheint nichts mehr so zu sein, wie es war. Es beginnt ein neuer Film, ein Film, der ein Verwirrspiel mit dem Zuschauer treibt und genialer nicht sein kann.

Nikki Grace steht an dem Set zu dem Film, in dem sie die Hauptrolle spielt. Ihr Blick wirkt auf den Zuschauer verwirrend, vielleicht sogar etwas ängstlich. Schnell erkennt man den Grund des verwirrten Blickes. Sie sieht sich selbst, wie sie in der Filmhalle mit den Beteiligten spricht. Verstört rennt sie davon, in ein Haus der Kulisse. Plötzlich wird aus der Kulisse Realität und das Haus scheint wirklich zu existieren. Sie kann keine klaren Gedanken fassen. Ähnlich geht es dabei auch dem Zuschauer. Denn was nun auf ihn zukommt kann verwirrender und merkwürdiger nicht sein. Ein Film, der dem Zuschauer den Glauben an das logische Denken raubt. Mit Logik kommt man bei „Inland Empire“ nicht sehr weit. Was passiert nun? Ist das Film oder Realität? Wie passt das mit dem Rest des Filmes zusammen? Das sind drei von vielen Fragen, die man sich stellen wird, sogar stellen muss, um einen geordneten Film als Endergebnis zu bekommen, insofern das überhaupt möglich ist. Fängt man nach dem Film etwas an darüber nachzudenken, ihn zu ordnen, wird man feststellen, dass es schier unmöglich ist. Man wird 120 Minuten des Films in eine Welt mitgenommen, die düsterer nicht sein kann. Mal kommen lange Szenen mit sehr detaillierten Dialogen, mal Szenen die keine Minute dauern. Szenen, die, so scheint es, von einem ganz anderen Film stammen. Personen kommen für eine Szene und werden in dem ganzen restlichen Film nicht noch einmal gezeigt. Kleinigkeiten, die am Anfang nicht auffallen werden plötzlich zum Mittelpunkt einer Szene. Der Film scheint einfach keinen Sinn mehr zu ergeben, keine logische Reihenfolge zu besitzen. David Lynch hat es mal wieder geschafft, den Zuschauer zu fesseln, denn das Interesse an dem Film verliert man nie.

Man hat schon fast vergessen, welches Thema der Film Anfangs behandelt, auch die Hauptfiguren, ausgenommen Nikki Grace, sind in den Hintergrund verschwunden, manche kommen in dem mittleren Teil überhaupt nicht mehr vor. Man distanziert sich immer weiter von ihnen, bis zur vollkommenen Vergessenheit. Man sitzt im Kinosaal konzentriert sich auf das Jetzt, versucht die Szenen einzuordnen, scheitert daran und wird mit einem neuen Teil des Films konfrontiert. Man bekommt immer neue Informationen geliefert, zu viele Informationen um sich alles zu merken. Man hört einen Satz im Film, der zuvor schon einmal von irgendeiner Person erwähnt wurde, doch einen Zusammenhang bekommt man selten. Als man sich immer weiter von eigentlichen Handlung des Filmes, die Dreharbeiten eines Films, entfernt, wird er auf einen Schlag wieder mit der Realität konfrontiert. Denkt man zumindest im ersten Moment. Doch nun beginnt der Film noch verwirrender zu werden. Der Film steuert langsam auf das Ende zu, ein Ende das mehr Fragen aufwirft, als es Antworten gibt. Nachdem der Abspann erscheint muss man erst wieder klare Gedanken fassen. Das gerade eben Gesehen verarbeiten, erste Puzzelteile zusammensetzen. „Inland Empire“ ist wohl einer der außergewöhnlichsten und genialsten Filme. Ein Meisterwerk.